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Die Architektin Sabine Pfister stellt herausragende Projekte für umweltbewusste Stadtbegrünung vor.

 

Gemüse auf dem Dach der Pariser Verkehrsbetriebe, vertikale Wälder an Apartmenttürmen in Mailand oder ein Acker in New York mit Blick auf den Hudson River… Das sind keine fernen Zukunftsvisionen, sondern das ist bereits Realität. Dächer können die neuen Gärten der Städte sein, vertikale Wälder und bepflanzte Fassaden die grünen Lungen von Metropolen.

 

Die Architektin Sabine Pfister berichtet am 19. Juli um 19.00 Uhr im Wohnzimmer im Schwabencenter über Projekte auf der ganzen Welt, die Vorbild sind für moderne, umweltbewusste Stadtentwicklung. Für mutige, politische Entscheidungen, die innerhalb weniger Jahre das Gesicht ganzer Stadteile verändern. „Für mich steht an diesem Abend auch die Frage im Mittelpunkt, welche Ideen können wir hier bei uns in Augsburg realisieren?“, so die Mitbegründerin des Wohnzimmers im Schwabencenter. Sie stellt Erfolgsgeschichten aus Paris, Mailand oder New York vor.

Ein Drittel der Dächer und Fassaden von Paris soll grün werden

Paris kann so eine Erfolgsgeschichte vorweisen. Im Jahr 2016 startete die Kampagne Parisculteurs, die darauf abzielt, 247 Hektar Dächer und Fassaden der Stadt bis 2020 mit Grün zu bedecken. Das ist ein Drittel der zur Verfügung stehenden Gesamtfläche. „Vor drei Jahren haben die Leute über unseren Plan gelacht“, berichtet die stellvertretende Bürgermeisterin von Paris, Penelope Komites. Heute bauen viele Bürger*innen auf ihren Dächern Gemüse und Früchte an. Ein Beispiel ist die „Lachambeaudie Farm“. Die 5.380 Quadratmeter große Farm befindet sich auf dem Dach der Pariser Verkehrsbetriebe, über der Pariser Metro.

In die Höhe streben – die vertikalen Wälder von Mailand

In Mailand erschufen die Architekten Stefano Boeri, Gianandrea Barreca und Giovanni La Varra die „Bosco Verticale“. Vertikaler Wald heißen die 119 und 87 Meter hohen Apartmenttürme. Ihre Fassaden sind mit 730 Bäumen und 20.000 Pflanzen begrünt. Die Hochhaustürme sind ein Vorzeigemodell für die neue grüne Urbanität.

 

Die hängenden Gärten von Patric Blanc

Besonders gut gefällt Sabine Pfister die Arbeit des Botanikers Patrick Blanc, der weltweit Fassaden bepflanzt. „Seine Fassadenbegrünungen erinnern mich an die hängenden Gärten der Semiramis, eines der sieben Weltwunder der Antike. Mit seiner Kreativität, seinem Gefühl für Pflanzen und seinem Wissen erschafft Patric Blanc diese Gärten weltweit neu.“

 

Eine Veranstaltung der Kelleruni im Wohnzimmer

Wie immer sind mitgebrachte Speisen für ein gemeinsames Abendessen erwünscht.